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CEO & Founder

Zwei Wochen in Kenia: Von den ersten 50 earthfiltern bis zu unvergesslichen Begegnungen

Vor einigen Wochen durften wir als Team eine Reise antreten, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Fast zweieinhalb Wochen waren wir in Kenia unterwegs, um die Produktion unserer ersten earthfilter-Keramikfilter vor Ort zu begleiten, unsere Partner kennenzulernen und einen tieferen Einblick in die Menschen, die Kultur und die Herausforderungen des Landes zu gewinnen.

Ankunft in Kitengela und herzlicher Empfang

Die ersten acht Tage verbrachten wir in Kitengela, einer Stadt südlich von Nairobi. Dort wurden wir herzlich von John und seinem Team empfangen. Schon in den ersten Stunden wurde deutlich, wie offen, hilfsbereit und herzlich die Menschen in Kenia sind.

Egal ob bei der Arbeit, auf der Straße oder bei gemeinsamen Gesprächen: Überall spürten wir eine besondere Verbundenheit zwischen den Menschen. Oft hatte man das Gefühl, als würden sich alle bereits seit Jahren kennen. Diese Offenheit und gegenseitige Unterstützung haben unsere gesamte Reise geprägt.



Die ersten 50 earthfilter

Der wichtigste Anlass unserer Reise war die Begleitung der Pilotproduktion unserer ersten 50 Keramikfilter. Gleichzeitig nutzten wir die Gelegenheit, den gesamten Produktionsprozess zu dokumentieren und zu filmen.

Für uns war es besonders wertvoll, jeden einzelnen Schritt direkt vor Ort erleben zu dürfen. Dadurch konnten wir viele praktische Erkenntnisse gewinnen und ein deutlich besseres Verständnis dafür entwickeln, an welchen Stellen Herausforderungen entstehen und wo wir künftig noch gezielter unterstützen können.

Besonders spannend war die Möglichkeit, selbst einen earthfilter herzustellen.
Von der Aufbereitung und dem Mahlen des Tons über das Pressen und Formen bis hin zum Brennvorgang bei Temperaturen von bis zu 900 °C konnten wir jeden Produktionsschritt begleiten. Anschließend wurden die Filter mit kolloidalem Silber behandelt und verschiedenen Qualitätskontrollen unterzogen.
Dazu gehörten unter anderem:
  • Sichtprüfungen auf Risse oder Materialfehler
  • Messungen der Durchflussrate
  • Qualitätskontrollen einzelner Chargen
  • Tests auf mikrobiologische Verunreinigungen
Diese Erfahrungen haben uns noch einmal verdeutlicht, wie viel Handarbeit, Sorgfalt und Fachwissen in jedem einzelnen Filter steckt.

Vor allem aber hatten wir gemeinsam mit dem Team vor Ort viel Freude an der Arbeit. Die Zusammenarbeit war geprägt von gegenseitigem Respekt, Offenheit und einem gemeinsamen Ziel. Nach diesen Tagen sind wir überzeugt, dass hier eine starke und langfristige Partnerschaft entsteht.


Besuch beim Verpackungshersteller

Während unseres Aufenthalts besuchten wir außerdem den Hersteller unserer zukünftigen Produktverpackungen in Nairobi.

Dort konnten wir einen ersten Prototyp unserer Verpackung begutachten und gemeinsam weitere Verbesserungsmöglichkeiten besprechen. Für uns ist die Verpackung ein wichtiger Bestandteil des Produkterlebnisses und gleichzeitig ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesamtlösung.

Zwischen Tradition und Moderne

Neben der Arbeit wollten wir auch das Land und seine Menschen besser kennenlernen.
Ein besonders bewegender Moment war der Besuch einer traditionellen Massai-Gemeinschaft, die weit entfernt von städtischen Zentren lebt.

Es war beeindruckend zu sehen, wie eng das tägliche Leben mit der Natur verbunden ist. Trotz deutlich anderer Lebensbedingungen begegneten uns die Menschen mit großer Offenheit, Herzlichkeit und Lebensfreude.

Solche Begegnungen erinnern daran, dass Wohlstand und Lebensqualität nicht immer an materielle Dinge gebunden sind.





Einblick in Mathare: Gemeinschaft schafft Veränderung

Ein weiterer wichtiger Teil unserer Reise führte uns nach Mathare in Nairobi. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation ICChange und der Organisation Slum Dwellers International erhielten wir einen Einblick in die Lebensrealität eines der größten informellen Stadtgebiete Ostafrikas.

Begleitet von zahlreichen lokalen Freiwilligen fühlten wir uns während des gesamten Besuchs sicher und willkommen.

Vor Ort konnten wir ein nahezu fertiggestelltes Abwasserprojekt besichtigen. Die Menschen vor Ort berichteten, dass fehlende oder unzureichende Infrastruktur in der Vergangenheit immer wieder zu Überschwemmungen, Verschmutzungen und gesundheitlichen Risiken geführt habe.

Anstatt auf langfristige politische Lösungen zu warten, nahmen viele Bewohner die Situation gemeinsam in die Hand. Mit großem Engagement entstand ein neues Abwassersystem, das künftig dazu beitragen soll, Überschwemmungen zu reduzieren und die Lebensbedingungen vieler Menschen zu verbessern.

Besonders beeindruckt hat uns die Eigeninitiative und Entschlossenheit der Beteiligten. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen zusammenarbeiten und Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen.

Im Anschluss besuchten wir einen von der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützten Containerstandort, der als Organisations- und Anlaufstelle für verschiedene lokale Projekte dient. Von dort aus koordinieren die Teams ihre Arbeit und bieten Bewohnern die Möglichkeit, Probleme direkt anzusprechen und Unterstützung zu erhalten.

Tiere als Teil des Alltags

Eine weitere Besonderheit in Kenia ist die Nähe zwischen Mensch, Tier und Natur.
Immer wieder begegneten wir freilaufenden Kühen, Ziegen oder anderen Nutztieren mitten in Städten und Dörfern. Einmal trafen wir sogar auf eine Kuh, die scheinbar ihre Herde verloren hatte.

Als wir unseren Fahrer fragten, ob das nicht ein Problem sei, antwortete er gelassen, dass sie ihren Weg zurückfinden werde.

Solche Momente zeigen, wie selbstverständlich Tiere vielerorts Teil des alltäglichen Lebens sind und wie eng Mensch und Natur miteinander verbunden sein können.

Safari im Amboseli-Nationalpark

Natürlich durfte auch ein Besuch des Amboseli-Nationalparks nicht fehlen.
Dort konnten wir einige der beeindruckendsten Tiere Afrikas in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Elefanten, Geparden, Löwen, Giraffen, Zebras, Gnus und viele weitere Arten begegneten uns auf eindrucksvolle Weise.

Diese Nähe zur Natur und die Größe der Landschaften hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Sie erinnern daran, wie wertvoll und schützenswert unsere natürliche Umwelt ist.




Abschluss in Mombasa

Nach den intensiven Tagen in der Produktion und den vielen Erlebnissen im Landesinneren reisten wir mit dem Zug weiter nach Mombasa.
Dort nutzten wir die letzten Tage unserer Reise, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten, Kraft zu tanken und die kenianische Küste zu genießen.

Mehr als eine Geschäftsreise

Unsere Reise nach Kenia war weit mehr als eine klassische Geschäftsreise.
Wir konnten die Produktion unserer ersten 50 Filter begleiten, bestehende Partnerschaften stärken und zahlreiche neue Erkenntnisse für die weitere Entwicklung von earthfilter gewinnen.

Gleichzeitig durften wir Menschen kennenlernen, die uns mit ihrer Offenheit, Hilfsbereitschaft und Lebensfreude beeindruckt haben. Dank der Möglichkeit, uns auf Englisch auszutauschen, entstanden viele Gespräche und Begegnungen, die weit über das Geschäftliche hinausgingen.

Wir kehren mit wertvollen Erfahrungen, großer Dankbarkeit und viel Motivation zurück.

Eines steht bereits heute fest:
Dies war sicherlich nicht unsere letzte Reise nach Kenia.